Weißenfelser Wirtschaftsforum: Minister Daehre zur Infrastruktur - Wirtschaftsjunioren waren Kooperationspartner des Lions Club Weißenfels
Die Mitteldeutsche Zeitung berichtet: Weißenfels/MZ. Bau- und Verkehrsminister Karl-Heinz Daehre hatte die gute Nachricht im Ohr, als er seinen Vortrag in der Aula des Goethegymnasiums Weißenfels begann. Die deutsche Handball-Nationalmannschaft hatte im Viertelfinalspiel gesiegt. Vor 40 Politikern und Vertretern der Wirtschaft sprach er über den Zusammenhang von der Entwicklung der Infrastruktur und dem wirtschaftlichen Aufschwung. Dabei begrenzte sich der Minister nicht auf den Süden Sachsen-Anhalts, sondern sprach vom mitteldeutschen Raum, der wirtschaftlich und kulturell verbunden werden müsse. Dazu trage der Autobahn-Ausbau bei. Daehre nannte die A 14, die A 9, die A 2, die A 38 und die A 143, mit denen Sachsen-Anhalt nicht nur nach Norden und Süden, sondern auch nach Osten und Westen gezielt angebunden werde. “Wenn die Autobahnanschlussstelle in diesem Jahr komplett freigegeben wird, ist Weißenfels über die A 9 optimal erreichbar”, sagte der Minister. Zur Infrastruktur einer Stadt, die für Investoren interessant sein wolle, gehörten auch die weichen Standortfaktoren wie Stadtsanierung, Kultur- und Sportangebote. Da sieht Daehre aber für Weißenfels gute Chancen, weil sich die Stadt an der Internationalen Bauausstellung (IBA) beteilige, und deshalb auch weiter mit Fördermitteln rechnen könne.
Daehre sprach auch von der Notwendigkeit, das Schienennetz in Zukunft weiter auszubauen. Irgendwann würden die Straßen mit Lastern überfüllt und die Schiene für den Güterverkehr wieder interessant. Als Erfolgsgeschichte für die Region sieht Daehre den Flughafen Halle-Leipzig. Der bringe Tausende von Arbeitsplätzen.
Danach gefragt, sagte der Minister zum Ausbau der Schiff-Fahrt auf Saale und Elbe: “Damit tun wir uns schwer.” Es gebe immer wieder Widerstand gegen das Vorhaben, aber auch gute Ideen. Eine positive Entwicklung sieht er für die Nordspange von Weißenfels, die geplante Ortsumfahrung über die auf 2,3 Kilometer neu zu bauende B 176. Dafür habe am 27. Juni das Planfeststellungsverfahren begonnen. Er rechne damit, das in einem halben Jahr mit dem Bau der 2,6 Millionen Euro teuren Nordspange begonnen werde.