Eltern brauchen Sicherheit - Wirtschaftsjunioren fordern Rechtsanspruch auf Kinderbetreuung

Anlässlich der heutigen Bundestagsdebatte zum Ausbau der Kinderbetreuung sprechen sich die Wirtschaftsjunioren Deutschland für einen schnellen Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz für Kinder unter drei Jahren aus. „Eltern und Unternehmen brauchen jetzt mehr Sicherheit, nicht erst 2013“, begründet Kirsten Hirschmann, die Bundesvorsitzende der Wirtschaftsjunioren, die Forderung. Für beide Seiten sei der aktuelle Zustand nicht tragbar. „Die derzeitige Situation geht vor allem zu Lasten der Frauen“, sagt Hirschmann. „Sie wissen nicht, wann und ob es mit der Betreuung klappt und können mit ihrem Arbeitgeber keine klare Vereinbarung darüber treffen, wann sie wieder einsteigen.“

Die Pläne der Bundesregierung seien zwar ein Schritt in die richtige Richtung, eine weitere Beschleunigung sei aber wünschenswert. „Wir müssen einfach den heutigen Bedürfnissen von Eltern Rechnung tragen, die häufig keine Ernährerfamilie wollen oder sie sich nicht leisten können.“ Deshalb bräuchten Eltern zumindest die Sicherheit, dass sie nach dem Auslaufen des Elterngeldes einen Betreuungsplatz bekommen, der qualifiziert und gut erreichbar ist.

Selbstverständlich seien auch die Unternehmen in der Pflicht, um Betreuungsangebote zu schaffen. „Aber gerade Mittelständler stoßen hier auch schnell an ihre Grenzen“, sagt Hirschmann, die selbst ein Unternehmen mit rund 100 Mitarbeitern leitet. Ihrer Meinung nach kann das Ziel, ausreichend Betreuungsplätze zu schaffen, nur durch eine gemeinsame Anstrengung von Politik und Wirtschaft erreicht werden. „Und um Ziele zu erreichen, hilft es oft, wenn man nicht nur Absichtserklärungen abgibt, sondern klare Verpflichtungen eingeht“, sagt Hirschmann.


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