Arbeitsplätze für Zeitz - Gießerei aus Silbitz eröffnet Werk auf “ZEMAG”-Gelände
Der Wochenspiegel berichtet: Auf dem Gelände der ehemaligen „Zemag“ in Zeitz soll schon bald wieder Leben einkehren. Die Firma Silbitz Guss beabsichtigt, neben ihrem Hauptsitz in Silbitz und einem 2. Werk in der Slowakei nun in Zeitz eine neue Gießerei zu errichten. Damit will das Unternehmen über seine Kapazitätsgrenzen hinaus gehen, in Zeitz sollen Gussstücke bis zu 30 t Gewicht entstehen. Das Traditionsunternehmen hatte seine Ursprünge vor über 100 Jahren in Zeitz. Doch nicht nur die Geschichte war ausschlaggebend für die Standortentscheidung. Maßgeblich waren auch die Infrastruktur, die Förderbedingungen und das große Potenzial an Arbeitskräften.
Und um genau die richtigen Arbeitskräfte zu finden, arbeitet die Firma mit der Arbeitsagentur zusammen. Schon jetzt können Interessenten Bewerbungen mit dem Kennwort „Zeitzer Guss” bei der Agentur für Arbeit in Zeitz abgeben. Knapp 200 Menschen will die Firma bis Ende 2009 in Lohn und Brot bringen. Im Umfeld werden noch weitere Arbeitsplätze entstehen bzw. nachhaltig gesichert werden. Dies betrifft micht nur direkte Dienstleister wie Reinigungsunternehmen oder Software-Dienstleister, auch die Kaufkraft von 200 gut bezahlten Mitarbeitern trägt nachhaltig zur Sicherung von Arbeitsplätzen im Umfeld bei. Die Silbitz Guss GmbH zahlt Tariflohn, es gibt Weihnachts- und Urlaubsgeld. Die jüngere Geschichte des Unternehmens weist nahezu “chinesische Zahlen” auf, was das Wachstum angeht. Umsatzsteigerungen zwischen 18 und 25 Prozent sind in Deutschland sonst eher die Ausnahme. Mit dem Zeitzer Werk soll die Erfolgsgeschichte nun fortgeschrieben werden. Mit Großgussteilen bis 30 Tonnen Einzelgewicht will man in neue Märkte vorstoßen. Schon jetzt haben namhafte Firmen Absichtserklärungen abgegeben, die dem Zeitzer Werk in den Anfangsjahren eine gute Auslastung versprechen. Schwerpunkte sollen die Herstellung von Turbinengehäusen für Kraftwerke sowie Großteilen von Windenergieanlagensein. In den Zeitzer Standort werden nun 26 Millionen Euro investiert, bereits Mitte 2008 sollen die ersten Produkte aus Silbitz in Zeitz nachbearbeitet werden.