Lohnopfer bleibt Ausnahme - Wirtschaftsjunioren befragten Bürger in Zeitz, Weißenfels und Naumburg
Die Mitteldeutsche Zeitung berichtet: Die Mehrheit der Bewohner des Burgenlandkreises geht davon aus, dass sich der wirtschaftliche Aufschwung im Land auch im kommenden Jahr fortsetzt. Das haben die Wirtschaftsjunioren Burgenlandkreis im Rahmen einer Umfrage herausgefunden.
Sie haben insgesamt 215 Menschen in Weißenfels, Zeitz und Naumburg mit Fragen konfrontiert. Ein Ergebnis: Die Menschen blicken optimistisch in die Zukunft der deutschen Volkswirtschaft. Allerdings, so stellte Marcus Beyer, Kreissprecher der Wirtschaftsjunioren im Burgenlandkreis, fest, sei der Optimismus im Burgenlandkreis noch nicht so ausgeprägt wie in ganz Deutschland. Im Süden Sachsen-Anhalts gehen laut Umfrage 56,2 Prozent der Menschen davon aus, dass sich die Wirtschaft 2008 positiv entwickeln wird. Im Bundesdurchschnitt sind rund 65 Prozent der Befragten davon überzeugt. Die Abweichung kommt für Beyer nicht überraschend. Er meint: “Die Ansiedlungspolitik im Burgenlandkreis braucht noch mehr Engagement.” Ferner sei die Arbeitsplatzsituation im großen Kreis noch nicht überall befriedigend. Gleichzeitig weist er darauf hin, dass die Ergebnisse der Umfrage gewiss nicht repräsentativ sind, wohl aber ein Stimmungsbild in der Bevölkerung widerspiegeln.
Deutschlandweit befragten die Junioren im Mai 11 000 Menschen. Im Burgenlandkreis wollten sie unter anderem wissen, was für die Bürger Kriterien sind, damit sie in der Innenstadt einkaufen. 57,2 Prozent nannten eine große Anzahl an Geschäften als Merkmal. Nahezu ebenso viele wollen eine gemütliche Atmosphäre. Nicht viel unwichtiger erscheint der Hälfte der Befragten, dass sie ihre Fahrzeuge gebührenfrei abstellen können. 38,1 Prozent der Frauen und Männer nannten günstige Preise in der Innenstadt als Einkaufskriterium. Beim Betrachten der Statistik wird deutlich, dass die Menschen in der Republik wie im Burgenlandkreis bereit sind, für die Sicherung ihres Arbeitsplatzes Opfer zu bringen. Mit unregelmäßigen Arbeitszeiten könnten sich die meisten Befragten arrangieren. Längere Arbeitszeiten würden noch 41,8 Prozent der hier angesprochenen Personen in Kauf nehmen. 49,5 Prozent sind es sogar bundesweit. Spürbar weniger ausgeprägt (16,5 Prozent) ist in der Elster-Saale-Unstrut-Region die Bereitschaft, Lohneinbußen hinzunehmen. Keine Opferbereitschaft signalisieren immerhin 18,7 Prozent der Befragten.