Netzwerke machen den Burgenlandkreis interessant

Die Mitteldeutsche Zeitung berichtet: Politik und Wirtschaft wollen Aufnahme in Metropolregion - Fördermittel sollen fließen. Der Burgenlandkreis verfügt über eine Reihe von Besonderheiten, die ihn für die bestehende Metropolregion Sachsendreieck und für die aus ihr erwachsende Metropolregion Mitteldeutschland interessant machen können. Das haben jetzt Fachleute aus Politik und Wirtschaft im Rahmen einer Arbeitstagung und in Moderation von Lothar Tautz vom Projektbüro für Kulturmanagement und politische Bildung in Weißenfels herausgearbeitet.

Demnach gehören zu den so genannten Alleinstellungsmerkmalen, mit denen der Landkreis eine Metropolregion bereichern könnte, die funktionierenden Netzwerke Ernährungswirtschaft, Metall und Gesundheit. Ferner besitze der Landkreis im geografischen Zentrum von Sachsen, Thüringen und Sachsen-Anhalt mit seinem dichten Autobahn- und Straßennetz hervorragende logistische Bedingungen. Außergewöhnlich seien ferner die hier vorhandene Kulturlandschaft und Kulturgeschichte mit Himmelsscheibe, Himmelswegen, Schlössern und Burgen bis hin zu Literaten, Musikern und Philosophen. Allerdings, so Tautz, gebe es noch keine einheitliche Vermarktung dessen.

Nach Aussage von Tautz ist es während der Veranstaltung in Weißenfels gelungen, “sehr konstruktiv den aktuellen Zustand des Landkreises, aber auch der Metropolregion Sachsendreieck zu diskutieren”. Und es sei leichter geworden, die Saale-Unstrut-Elster-Region dort zu etablieren. Denn immerhin sei das Thüringer Städteband (Jena, Weimar, Erfurt, Gera) integriert worden. Da erscheine die Einbeziehung des Burgenlandkreises nur folgerichtig, um eine starke Verbindung herzustellen. Wichtig sei jedoch, für den Burgenlandkreis ein Leitbild zu formulieren, in dem der gewollte Anschluss an die Metropolregion zum Ausdruck kommt.

Ziel ist es, sich der bestehenden Metropolregion Sachsendreieck - (Region Chemnitz / Zwickau, Dresden und Leipzig-Halle) anzuschließen und diese zur Metropolregion Mitteldeutschland zu erweitern. Denn künftig fließen Fördermittel der Europäischen Union in erster Linie in derartige Territorien.

(Quelle: Mitteldeutsche Zeitung/Weißenfels)


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