Europaweite Umfrage der Wirtschaftsjunioren Deutschland: Vorbehalte gegen EU-Erweiterung
Europaweite Umfrage unter jungen Unternehmern und Führungskräften: Rund 40 Wirtschaftsjunioren aus 14 europäischen Ländern waren in der vergangenen Woche zu Gast im Eu-ropäischen Parlament. Ziel des Besuchs war, die Funktionsweise der europäischen Institutionen besser zu verstehen und den direkten Kontakt zu den Abgeordneten des Parlaments zu suchen.
Aus Anlass des Besuchs wurde eine Umfrage vorgestellt, an der rund 2400 junge Unternehmer und Führungskräfte aus 38 Ländern teilgenommen hatten. Mit der Umfrage, die der Wirtschaftsjunioren-Weltverband Junior Chamber International (JCI) im April unter seinen Mitgliedern durchgeführt hatte, wurde die Einstellung der Mitglieder zur Europäischen Union erfragt. Dabei sprach sich die Mehrheit der Befragten dafür aus, Steuern und Gesetze innerhalb der Union stär-ker anzugleichen. „Diese Zahlen spiegeln eindeutig die Anliegen von Unternehmern wider, die sich mehr Klarheit für ihre unternehmeri-schen Aktivitäten wünschen“, kommentiert Kirsten Hirschmann, Bundesvorsitzende der Wirtschaftsjunioren Deutschland, das Er-gebnis.
54 Prozent der Teilnehmer waren der Überzeugung, dass die Mitgliedschaft ihres Landes in der Europäischen Union einen positiven Einfluss auf die Wirtschaft ihres Landes hat. Gleichzeitig äußern die jungen Unternehmer und Führungskräfte Vorbehalte gegenüber einer Erweiterung der Europäischen Union: 58 Prozent der Umfrage-Teilnehmer meinen, dass die Europäische Union keine weiteren Mitglieder aufnehmen sollte. „Ich bin überzeugt, dass diese Vorbehalte vor allem aufgrund des mangelnden Wissens über die europäischen Institutionen zustande kommt“, sagt Hirsch-mann. Hier müssten die Verantwortlichen in Brüssel wieder stärker versuchen, auf die Bedenken der Menschen einzugehen, meint die Verbandsvorsitzende.
“Mit unserem Besuch in Brüssel gehen wir ihnen ein Stück entgegen, nutzen aber die Möglichkeit, die Abgeord-neten mit unseren Anliegen zu konfrontieren“, sagt Hirschmann. Die Ergebnisse der Umfrage finden Sie hier.