Bessere Förderung und mehr soziale Projekte - 543 Personen zur Kreisfusion und Lebenssituation befragt

Die Mitteldeutsche Zeitung berichtet: NAUMBURG/NEBRA. Größeres Engagement in der Wirtschaftsförderung sowie mehr soziale Projekte - diese zwei Themen sollte sich der neue Großkreis Burgenland als Hauptaufgaben stellen, um das Zusammenwachsen der Regionen und die Lebenssituation der Menschen zu verbessern. Das ergab eine vom Kreisverband der Wirtschaftsjunioren über mehrere Monate durchgeführte Umfrage. Sie war Bestandteil einer bundesweiten Frage-Aktion, zu der die Wirtschaftsjunioren Deutschland aufgerufen hatten. Mit ihr wollten die Jungunternehmer die wirtschaftliche Situation ergründen.


Kreissprecher Marco Eisert sowie Anja Tempel und Christiane Krug (r.) vom Verein Wirtschaftsjunioren Burgenlandkreis mit der Bundes-Auszeichnung. FOTO: TORSTEN BIEL (Foto: MZ)

Wir haben im Burgenlandkreis insgesamt 543 Personen gefragt, so zur Sicherheit ihres Arbeitsplatzes und zur Selbstständigkeit, zur Globalisierung und Bildung sowie zur Familienpolitik”, sagte Marco Eisert, Kreissprecher der Burgenland-Wirtschaftsjunioren. Die insgesamt 26 Fragen beinhalten auch drei zum Burgenlandkreis. So nennen 55,4 Prozent der Befragten die Wirtschaftsförderung und 22,3 Prozent soziale Projekte als Antwort auf die Frage: Bei welchen Themen muss der neue Burgenlandkreis mehr leisten, um die Situation nach der Kreisfusion zu verbessern? Kontrovers fallen die Antworten auf die Frage nach einem Burgenlandkreis-Tag, ähnlich dem Sachsen-Anhalt-Tag, aus: 51,9 Prozent würden ihn besuchen, 39,1 Prozent halten ihn dagegen nicht für sinnvoll.

Auf die dritte Frage zum kreisweiten Informationsangebot geben 42 Prozent an, die Tageszeitungen nutzen zu wollen. 25,4 Prozent befürworten ein kreisweites Kulturmagazin, 20,2 Prozent wünschen sich vom Kreis mehr und umfassendere Informationen per Internet. Bei den Daten zur wirtschaftlichen Situation sehen die Wirtschaftsjunioren eine Verbesserung. So geben 55,9 Prozent der 543 Befragten an, ihr Arbeitsplatz sei sicher. “Zwar liegt diese Zahl noch immer unter der im Durchschnitt bundesweit ermittelten Angabe von 72,4 Prozent, doch ist das gegenüber unserer Umfrage im Vorjahr schon eine deutliche Verbesserung”, so Eisert weiter.

Mit rund 32 Prozent fast identisch ist die Zahl der Antworten im Kreis wie im Bund auf die Frage, ob eine selbstständige Tätigkeit erwägenswert sei. Insgesamt sehen die deutschen Wirtschaftsjunioren mit ihrer Befragung von knapp 11 000 Personen, an der sich 62 Kreisverbände beteiligten, den Auftrag an die Bundes- und Kommunalpolitik, der Wirtschaft sowie der Schaffung und Sicherung von Arbeitsplätzen stärkere Aufmerksamkeit zu schenken.

(Quelle: Mitteldeutsche Zeitung)


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